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Dill
(Anethum graveolens)

Beschreibung

Dill ist eine winterharte einjährige Pflanze aus der Familie der Petersilie und wird etwa 120 cm hoch. Die Pflanze gedeiht am besten in voller Sonne. Sie besitzt feine Blätter und eine flache Blütendolde mit kleinen gelben Blüten. Der Geschmack ist ziemlich einzigartig, besitzt aber Übereinstimmungen mit ihren Verwandten: Anis, Kümmel, Kreuzkümmel und Fenchel.

Herkunft

Ursprünglich stammt Dill aus Südeuropa und dem Westen Asiens. Die Pflanze wächst jetzt auch in Russland und Teilen des mittleren Ostens. Andere Anbaugebiete sind Dänemark und Deutschland.
Bemerkenswert ist, dass Dill für Nordeuropa eines der wichtigsten Exportprodukte ist, während der Süden Europas kein Interesse an Dill hat. In den französischen und italienischen Kochbüchern wird er selten bis nie erwähnt, während er in Deutschland, Skandinavien und Russland für bestimmte Gerichte von entscheidender Bedeutung ist. Das Wort „dilla“ bedeutete im Altnordischen „beruhigen“ oder „beschwichtigen“. Er wurde verwendet, um Babys zum Schlafen zu bringen.

Schon gewusst?

Die Römer gaben ihren Gladiatoren Dill, da sie glaubten, dass er ihnen Glück bringen werde. Mit Dillsamen brannten Ritter offene Wunden aus, um die Heilung zu fördern. In Deutschland trägt eine Braut einen Dillzweig im Haar, und Kälber werden mit Dill und Salz eingerieben. Es ist nicht klar, was mit diesem Brauch bewirkt werden soll bzw. was sein ursprünglicher Zweck war. Bekannt ist jedoch, dass Dill atemerfrischend und appetitanregend wirkt und ein Mittel gegen Schlaflosigkeit ist. Dill mit heißem Wasser oder Weißwein beruhigt den Magen. Dill wird viel in der Essigherstellung eingesetzt.

Qualität

Die Blätter müssen eine frische grüne Farbe und einen milden Geschmack aufweisen. Getrockneten Dill lagert man am besten an einem kühlen, dunklen Ort.

Verwendungsmöglichkeiten

Vor allem die frischen Blätter haben ein sehr feines Aroma, das jedoch verloren geht, wenn das Kraut mitgekocht wird.

Die Verwendung der Blätter ist vor allem bekannt bei „Pickles“ und Dillessig, außerdem wird er in Salaten, Soßen und Eigerichten eingesetzt. Dill kann man gut mit Muscheln, Austern, Tomaten und neuen Kartoffeln kombinieren. Die Samen haben einen kräftigeren Geschmack und werden in Brot, Gemüsegerichten und Sauerkraut verwendet. Außerdem ist Dill bekannt für seine Verwendung als Verzierung vor allem bei Fisch und milden Käsesorten.