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Macis
(Myristica fragrans)

Beschreibung

Macis ist der Samenmantel der Muskatnuss, die vom Muskatbaum stammt. Der immergrüne Muskatbaum wird bis 15 Meter hoch und kann bei guter Pflege bis zu drei Mal im Jahr Früchte tragen. Getrockneter Macis hat eine orangrote Farbe und schmeckt milder als Muskatnuss. Trotz der Tatsache, dass sie vom selben Baum stammen, muss man sie als zwei verschiedene Gewürze betrachten.

Herkunft

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Muskatbaumes findet sich auf den Molukken. Weitere Vorkommen gibt es in Sri Lanka und auf den Westindischen Inseln. Der aus Indonesien stammende Macis ist orangerot, während der aus Granada stammende Macis gelborange gefärbt ist.

Das frühere Niederländisch-Indien besaß lange Zeit eine Monopolstellung. Die Engländer brachen dieses Monopol, indem sie mit Erfolg Muskatbäume auf Granada anpflanzten. Erst als der Franzose M. Poivre Samen mitschmuggelte und damit zu züchten begann, verloren sie ihre Position.

Schon gewusst?

In den Niederlanden wusste man nicht, dass Macis und Muskatnuss vom selben Baum stammten. Dies zeigte sich in der Bitte an Indien, alle Muskatbäume durch Macisbäume zu ersetzen. Macis war in den Niederlanden nämlich beliebter.

Macis wird bei Eingeweideproblemen, wie z.B. Durchfall und Verdauungsstörungen, eingesetzt.

Qualität

Gemahlener Macis guter Qualität besitzt eine orangerote Farbe. Man bewahrt Macis wegen seines dominanten Geruchs am besten getrennt von anderen Gewürzen in einem luftdichten Glas auf.

Verwendungsmöglichkeiten

Macis kann sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten wie z.B. Fisch, Rinderschmortopf und Bechamelsoße verwendet werden. Macis wird am besten kurz vor dem Servieren hinzugegeben. Die besten Fleischgerichte enthalten Macis anstelle von Muskatnuss.