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Senfsaat
(Sinapsis alba)

Beschreibung

Senfsaat stammen von verschiedenen Senfpflanzen. Die beiden wichtigsten Arten liefern den sogenannten schwarzen und den weißen Senf. Die einjährige Pflanze kann 1,20 Meter hoch werden und besitzt lange behaarte Blätter und Doldentrauben mit kleinen gelben Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich Schoten, in denen die kugelrunden, harten Samen mit netzförmiger Oberfläche liegen. Die Schoten werden kurz bevor sie aufspringen geerntet, wenn sie vollständig reif sind. Anschließend werden sie gebündelt und gedroschen. Die hellen Samen haben einen schärferen Geschmack als die dunkel gefärbten Samen.

Herkunft

Die Senfpflanze stammt aus dem Mittelmeerraum, wächst jedoch problemlos in allen möglichen Klimazonen. Sie wird auf der ganzen Welt angebaut.

Die Verwendung von Senfsaat kennt man schon lange. Der griechische Mathematiker Pythagoras schrieb schon 500 Jahre vor Christi Geburt über die medizinischen Anwendungen von Senfsaat.
Senf ist eines der billigsten Gewürze, das man kennt. Für arme Menschen war er deshalb auch das einzige Gewürz, das sie sich leisten konnten.

Schon gewusst?

Der Name Senf lässt sich vom lateinischen „Sinapis“ bzw. vom griechischen „sinapi“ ableiten. Das süddeutsche „Mostrich“ stammt wie das englische „mustard“ von zwei lateinischen Wörtern ab: „mostum“ und „ardere“. „Mostum“ bedeutet „Most“, frischer Traubensaft aus dem Wein hergestellt wird, und „ardere“  bedeutet „brennen“. Bevor der Traubensaft verwendbar war, wurde er auf eine hohe Temperatur erhitzt. Senf wurde immer mit einer kalten Flüssigkeit (Traubensaft, Wasser, Essig) angerührt, damit er seinen charakteristischen scharfen Geschmack behält.
In der indischen Küche wird schwarzer Senf vor der Verwendung in Gerichten erhitzt, um ihm einen nussigen Geschmack zu verleihen. Die ganzen Samen geben im Vergleich zu den meisten anderen Gewürzen nur wenig Geruch ab.

Qualität

Die Senfsamen haben eine gute Qualität, wenn sie eine gleichmäßige Farbe und einen frischen, scharfen Geschmack aufweisen.

Verwendungsmöglichkeiten

Gemahlene Senfsaat ist am bekanntesten als Zutat im Speisesenf. Dieses Produkt ist bei vielen Gerichten nicht mehr wegzudenken. Die Amerikaner sind Großverbraucher. Sie essen ihn unter anderem zu Hot-Dogs. Andere Kombinationen sind Senf mit Fleisch, Fisch, Soßen, Salatdressings und Eigerichten. Nicht zuletzt ist Senfsaat eines der wichtigsten Einmachgewürze für unter anderem Gewürzgurken und Hering.