Wacholder
(Juniperus communis)
Beschreibung
Wacholderbeeren stammen vom immergrünen Wacholderstrauch. Wacholderbeeren sind eigentlich keine Beeren, sondern entwickeln sich aus haarartigen, eingeschlechtlichen Blüten, die sich ein Jahr später zu grünen Blüten entwickeln. Sie sind 6 bis 8 cm groß und benötigen 3 Jahre zum Reifen. Am Wacholderstrauch kann man die grünen unreifen und die schwarzen reifen Beeren nebeneinander finden. Die getrockneten Beeren haben ein würziges, bittersüßes Aroma, das im Mund ein brennendes Gefühl erzeugt.
Herkunft
Den Wacholder kann man in Nordamerika, Nordeuropa und von Sibirien bis Südwestasien antreffen.
Schon gewusst?
Seit Jahrhunderten ist man davon überzeugt, dass die „magische Pflanze“ Schaden abwenden und böse Geister vertreiben kann.
Die Beeren werden auch verwendet, um die Heilung von Schlangenbissen zu fördern. Früher verbrannte man die Zweige des Strauches, um ihren Duft genießen zu können.
Das typisch holländische Getränk „Jenever“ wird mit Wacholderbeeren gewürzt. Die englische Variante Gin leitet ihren Namen vom holländischen Jenever ab.
Es wird davon abgeraten, Wacholderbeeren während der Schwangerschaft zu sich zu nehmen. Wacholderbeeren sind jedoch dafür bekannt, günstig bei Harnwegsinfekten und Gicht zu wirken, sowie die Menstruation zu fördern.
Qualität
Die Beeren sind von guter Qualität, wenn sie groß, rund und dick sind und eine tiefviolette Farbe mit leichtem Glanz besitzen.
Verwendungsmöglichkeiten
Traditionell werden Wacholderbeeren zum Würzen von Sauerkraut verwendet. In den Bergregionen von Italien, Frankreich und Deutschland werden sie bei der Zubereitung von Wildgerichten eingesetzt. Sie haben dabei eine neutralisierende Wirkung. Die Blätter, sowohl frisch als auch getrocknet, werden beim Grillen von Fisch verwendet. Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind Marinaden, Geflügel, Soßen, Ragouts und Pasteten.
Sie können auch Wacholderbeeren beim Grillen unter die Holzkohle mischen, so erhält ihr Fleisch einen zarten Beigeschmack.
