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Zimt
(Cinnamomum)

Beschreibung

Der immergrüne Zimtbaum, der an die 6 Meter hoch werden kann, besitzt lange dunkelgrüne Blätter mit kleinen gelben Blüten. Diese Blüten entwickeln sich mit der Zeit zu dunkelvioletten Beeren. Der Zimtbaum gedeiht am besten an der Küste in einem tropischen Klima. Um die Zimtstangen zu bekommen, lässt man die Zweige etwa zwei Meter lang werden. Nach der Ernte werden die Zweige in lange dünne Streifen geschnitten, von denen der Bast entfernt wird. Zimt ist die innerste Schicht des braunen Basts. Der Bast rollt sich während des Trocknens von selbst auf. Das deutsche „Zimt“ und das englische „cinnamon“ stammen vom lateinischen „cinnamomum“ ab, während sich das spanische „canela“ oder das niederländische „kaneel“ vom lateinischen „canella“ (Röhrchen) ableiten lassen.

Herkunft

Ursprünglich kommt der Zimt aus Sri Lanka, China und Indonesien. Ceylonesischer Zimt (cinnamomum zeylanicum) und Chinesischer Zimt (cinnamomum cassia) sind miteinander verwandt und werden häufig unter einer Bezeichnung zusammengefasst, obwohl sie von verschiedenen Bäumen stammen. Chinesischer Zimt stammt von einem immergrünen tropischen Baum, der jedoch nicht höher als 3 Meter wird. Der Baum wächst in China und Indonesien und liefert ein dickeres, gröberes Gewürz. Chinesischer Zimt ist im Vergleich zu Ceylonesischen Zimt dunkler und mehr rotbraun gefärbt, er ist süßer und hat einen schärferen Geschmack.

Schon gewusst?

Die Verwendung von Zimt lässt sich bis weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Dies kann man dem 2. Buch Mose (Exodus) 30, 23-25 entnehmen, wo geschrieben steht, dass Moses ihn für die Herstellung von Salböl für das Heiligtum verwendete.
Bevor der Zimt von den Europäern entdeckt wurde, war er bei den Arabern schon bekannt. Sie erzählten, dass er aus den Nestern wilder Raubvögel stamme und dass sie beim Sammeln von Zimtzweigen von diesen Raubvögeln angegriffen würden. Zimt war auch ein wichtiges Ziel der Entdeckungsreisen des 15. und 16. Jahrhunderts und hat so mit zur Entdeckung Amerikas beigetragen.

Qualität

Der aus Sri Lanka stammende Zimt wird im Allgemeinen als der beste betrachtet.

Verwendungsmöglichkeiten

In Europa verwendet man im Allgemeinen Ceylonesischen Zimt, während in Amerika dem Chinesischen Zimt der Vorzug gegeben wird. Chinesischer Zimt wird meistens in herzhaften Gerichten verwendet. So wird er unter anderem in der chinesischen Küche eingesetzt, und in Indien verwendet man ihn für Currys.

Die aus Deutschland und Russland stammende Schokolade erhält ihren spezifischen Geschmack vom Zimt. Ceylonesischer Zimt wird vor allem in süßen Gerichten wie Kuchen, Keksen, Eis, Puddings und Kakaogetränken eingesetzt. Außer in süßen Produkten kann Zimt auch bei Reis, Schweinefleisch, Spinat und Couscous eingesetzt werden.